Der Geist geht allen Dingen voraus, der Geist ist ihr Herr, aus dem Geist sind sie gemacht. Wer mit getrübtem Geist spricht oder handelt, dem folgt das Leid, wie das Rad dem Huf des Ochsen folgt.
Buddha
?–-400 · indisch/nepalesisch
Siddhartha Gautama, historisch als 'Buddha' (der Erwachte) bekannt, lebte vermutlich im 5./4. Jahrhundert v. Chr. im Gebiet des heutigen Nepal/Nordindien. Er begründete den Buddhismus; seine Lehrreden wurden zunächst mündlich überliefert und später im Pali-Kanon, unter anderem im Dhammapada, schriftlich fixiert.
14 Zitate
Hass wird in dieser Welt niemals durch Hass besänftigt. Nur durch Nicht-Hass kommt Hass zur Ruhe. Dies ist ein ewiges Gesetz.
Man suche nicht die Fehler der anderen, achte nicht auf das, was andere getan oder unterlassen haben. Man betrachte vielmehr die eigenen Taten – was man getan hat und was man unterlassen hat.
'Söhne habe ich, Besitz habe ich' – so quält sich der Tor. Doch er selbst gehört sich nicht einmal selbst. Wie sollten ihm da Söhne oder Besitz gehören?
Mag einer auch tausendmal tausend Männer in der Schlacht besiegen – der edelste Sieger ist doch, wer sich selbst besiegt.
Sprich zu niemandem in Schärfe, denn wer so angesprochen wird, erwidert es dir. Zornige Rede tut weh, und Vergeltung kann dich treffen.
Man selbst ist der eigene Schutz – wer sonst könnte es sein? Wer sich selbst wohl bezähmt, erlangt einen Schutz, der schwer zu erlangen ist.
Von einem selbst wird Böses getan, von einem selbst wird man befleckt. Von einem selbst wird Böses unterlassen, von einem selbst wird man rein.
Alles Böse meiden, das Gute mehren, den eigenen Geist reinigen – das ist die Lehre der Erwachten.
Besiege den Zornigen durch Zornlosigkeit, besiege den Bösen durch Güte, besiege den Geizigen durch Freigebigkeit, besiege den Lügner durch Wahrheit.
Alle bedingten Dinge sind vergänglich – wer dies mit Weisheit erkennt, wendet sich vom Leiden ab. Das ist der Weg zur Reinheit.
Wen dieses elende, klebrige Verlangen überwältigt, dessen Kummer wächst wie Gras nach dem Regen.
Lass los, was vergangen ist, lass los, was kommen wird, lass los, was jetzt ist, und gehe hinüber ans andere Ufer des Daseins.
Glaubt nicht bloß, weil es Überlieferung ist, weil es Tradition ist, weil es in einer Schrift steht oder weil ein Lehrer es sagt – prüft selbst, was heilsam ist, und folgt dem, was ihr aus eigener Erkenntnis als gut befunden habt.