Zitate über Leben

54 geprüfte Zitate zu diesem Thema.

Beim Menschen ist es wie beim Velo: Nur wenn er fährt, kann er bequem die Balance halten.

Albert EinsteinPrimärquelle: Brief an Sohn Eduard Einstein, 5. Februar 1930 (Einstein Archives, Dokument 75-990)
Permalink

Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, nur jung noch und gesund!

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Nach fünfzehn Jahren, in: Gedichte, J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 191
Permalink

Entlang der Mauer das Musikchor, in Krepp gehüllt die Posaunen, haucht prüfend leise Kadenzen hervor, wie träumende Winde raunen; dann alles still: O Angst! o Qual! Es tritt der Sarg aus des Schlosses Portal.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Vorgeschichte, in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 297
Permalink

Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden! Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Am Neujahrstage, in: Gesammelte Schriften, Dritter Teil, Das geistliche Jahr, hrsg. Levin Schücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 3
Permalink

Eine Unze Vorbeugung ist ein Pfund Heilung wert.

Original (en): “In the first Place, as an Ounce of Prevention is worth a Pound of Cure, I would advise... · eigene Übersetzung

Benjamin FranklinPrimärquelle: Pennsylvania Gazette, Essay "Protection of Towns from Fire", 4. Februar 1735
Permalink

Alle bedingten Dinge sind vergänglich – wer dies mit Weisheit erkennt, wendet sich vom Leiden ab. Das ist der Weg zur Reinheit.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 277
Permalink

Ob ich mich als der Held meines eigenen Lebens erweisen werde oder ob dieser Platz von jemand anderem eingenommen wird, das müssen diese Seiten zeigen.

Original (en): “"Whether I shall turn out to be the hero of my own life, or whether that station will be held by anybody else, these pages must show." · eigene Übersetzung

Charles DickensPrimärquelle: David Copperfield, Kapitel I (Eröffnungssatz)
Permalink

Es war die beste aller Zeiten, es war die schlechteste aller Zeiten, es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit, es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens, es war die Jahreszeit des Lichts, es war die Jahreszeit der Finsternis, es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung.

Original (en): “"It was the best of times, it was the worst of times, it was the age of wisdom, it was the age of foolishness, it was the epoch of belief, it was the epoch of incredulity, it was the season of Light, it was the season of Darkness, it was the spring of hope, it was the winter of despair." · eigene Übersetzung

Charles DickensPrimärquelle: A Tale of Two Cities, Buch 1, Kapitel I (Eröffnungssatz)
Permalink

Niemand ist so alt, dass er nicht glaubte, noch ein weiteres Jahr leben zu können.

Original (la): “Nemo enim est tam senex qui se annum non putet posse vivere. · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: Cato Maior de Senectute (De Senectute), 24
Permalink

Weil ich nicht anhalten konnte für den Tod – hielt er freundlich an für mich – die Kutsche fasste nur uns selbst – und die Unsterblichkeit. Wir fuhren langsam – er kannte keine Eile, und ich hatte beiseitegelegt meine Arbeit und auch meine Muße, für seine Höflichkeit – Wir kamen an der Schule vorbei, wo Kinder sich mühten in der Pause – im Kreis – wir kamen an Feldern von starrendem Korn vorbei – wir kamen an der untergehenden Sonne vorbei – Oder eher – er kam an uns vorbei – der Tau zog fröstelnd und kühl herauf – denn nur aus Gaze war mein Kleid – mein Umhang – nur aus Tüll – Wir hielten vor einem Haus, das schien eine Schwellung im Boden zu sein – das Dach war kaum zu sehen – das Gesims – im Erdreich – Seitdem – sind es Jahrhunderte – und doch fühlt es sich kürzer an als der Tag, an dem ich zuerst ahnte, dass die Köpfe der Pferde der Ewigkeit zugewandt waren –

Original (en): “Because I could not stop for Death — He kindly stopped for me — The Carriage held but just Ourselves — And Immortality. We slowly drove — He knew no haste And I had put away My labor and my leisure too, For His Civility — We passed the School, where Children strove At Recess — in the Ring — We passed the Fields of Gazing Grain — We passed the Setting Sun — Or rather — He passed Us — The Dews drew quivering and Chill — For only Gossamer, my Gown — My Tippet — only Tulle — We paused before a House that seemed A Swelling of the Ground — The Roof was scarcely visible — The Cornice — in the Ground — Since then — 'tis Centuries — and yet Feels shorter than the Day I first surmised the Horses' Heads Were toward Eternity — · eigene Übersetzung

Emily DickinsonPrimärquelle: Gedicht Fr479 / J712; Erstveröffentlichung postum unter dem Titel "The Chariot" in Poems: Series One (1890); hier zitiert in originalgetreuer Fassung mit Gedankenstrichen
Permalink

Die Ewigkeit besteht aus Jetzt – sie ist keine andere Zeit, außer durch Unendlichkeit und die Weite der Heimat. Nimm, ausgehend von hier, dem Erlebten, die Daten fort zu jenen, lass Monate in weiteren Monaten zergehen, und Jahre in Jahren verhauchen. Ohne Urkunde oder Pause oder gefeierte Tage, wären unsere Jahre so unendlich wie die des Anno Domini.

Original (en): “FOREVER is composed of Nows— 'T is not a different time, Except for infiniteness And latitude of home. From this, experienced here, Remove the dates to these, Let months dissolve in further months, And years exhale in years. Without certificate or pause Or celebrated days, As infinite our years would be As Anno Domini's. · eigene Übersetzung

Emily DickinsonPrimärquelle: Gedicht J624 / Fr690, veröffentlicht in Further Poems of Emily Dickinson (1929)
Permalink

Hat man sein Warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem Wie?

Friedrich NietzschePrimärquelle: Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, 12
Permalink

Wie wenig gehört zum Glücke! Der Ton eines Dudelsacks. — Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, 33
Permalink

Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Nänie
Permalink

Es irrt der Mensch, so lang er strebt.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 317 (Prolog im Himmel, Der Herr)
Permalink

Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 1112–1113 (Vor dem Tor, Faust)
Permalink

Ein unnütz Leben ist ein früher Tod.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Iphigenie auf Tauris, I. Akt, 2. Szene (Iphigenie zu Arkas)
Permalink

Alles in der Welt läßt sich ertragen, nur nicht eine Reihe von schönen Tagen.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Gedichte (Ausgabe letzter Hand, 1827), Abteilung „Sprichwörtlich“
Permalink

Denk ich an Deutschland in der Nacht, / Dann bin ich um den Schlaf gebracht.

Heinrich HeinePrimärquelle: Zeitgedichte, Nr. 24 „Nachtgedanken“, 1. Strophe (1844)
Permalink

Mit fünfzehn richtete ich meinen Sinn aufs Lernen, mit dreißig stand ich fest, mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr, mit fünfzig kannte ich den Willen des Himmels, mit sechzig hörte ich zu, ohne mich zu widersetzen, und mit siebzig konnte ich meinem Herzen folgen, ohne das rechte Maß zu verletzen.

Original (zh): “吾十有五而志於學,三十而立,四十而不惑,五十而知天命,六十而耳順,七十而從心所欲,不踰矩。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 2 (Wei Zheng), Kapitel 4
Permalink

Weich und schwach kommt der Mensch zur Welt, hart und starr verlässt er sie. Das Weiche und Schwache gehört zum Leben, das Harte und Starre zum Tod.

Original (zh): “人之生也柔弱,其死也堅強。... 柔弱者生之徒,堅強者死之徒。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 76
Permalink

Da es möglich ist, dass du noch in diesem Augenblick aus dem Leben scheidest, richte danach jede Handlung und jeden Gedanken aus.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 11
Permalink

Was allein vermag den Menschen sicher zu leiten? Eines nur: die Philosophie. Sie besteht darin, den Geist in sich rein und unverletzt zu bewahren, über Schmerz und Lust erhaben.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 17
Permalink

Die Vollendung des Charakters besteht darin, jeden Tag zu leben, als wäre er der letzte – weder heftig erregt noch abgestumpft, noch verstellt.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VII, 69
Permalink

Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns den Halt im Leben.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), Nr. 99, S. 19
Permalink

Dafür bleibt keine Zeit, so kurz ist das Leben – für Zank, Entschuldigungen, Groll, Abrechnungen. Es bleibt nur Zeit zum Lieben, und auch dafür, sozusagen, nur ein einziger Augenblick.

Original (en): “There isn't time, so brief is life, for bickerings, apologies, heartburnings, callings to account. There is only time for loving, and but an instant, so to speak, for that. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Brief an Clara Spaulding, 20. August 1886
Permalink

Weil ich finde, dass das Leben viel zu wichtig ist, um je ernsthaft darüber zu reden.

Original (en): “Because I think that life is far too important a thing ever to talk seriously about it. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: Lady Windermere's Fan, Akt III (Lord Darlington)
Permalink

Zu leben ist das Seltenste auf der Welt. Die meisten Menschen existieren nur, mehr nicht.

Original (en): “To live is the rarest thing in the world. Most people exist, that is all. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: The Soul of Man Under Socialism, 1891
Permalink

Du musst dein Leben ändern.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Der Neuen Gedichte anderer Teil – Gedicht „Archaïscher Torso Apollos“ (1908)
Permalink

Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert, drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, Sonett XII (1922)
Permalink

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Das Stunden-Buch – Das Buch vom mönchischen Leben (1899)
Permalink

Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir, wie der Winter, der eben geht.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, Sonett XIII (1922)
Permalink

Was not tut, ist doch nur dieses: Einsamkeit, große innere Einsamkeit.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Briefe an einen jungen Dichter, 6. Brief, Rom, 23. Dezember 1903
Permalink

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Gedicht „Herbsttag“, aus: Das Buch der Bilder (1902)
Permalink

Rette dich selbst für dich zurück: Sammle die Zeit, die dir bisher geraubt, gestohlen oder einfach entglitten ist, und bewahre sie.

Original (la): “Vindica te tibi, et tempus, quod adhuc aut auferebatur aut subripiebatur aut excidebat, collige et serva. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 1, Abschnitt 3
Permalink

Nicht den Himmel über dir musst du wechseln, sondern deine Gesinnung.

Original (la): “Animum debes mutare, non caelum. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 28, Abschnitt 1
Permalink

Das Leben ist lang, wenn man es zu nutzen weiß.

Original (la): “Vita, si uti scias, longa est. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: De Brevitate Vitae, Kapitel 2
Permalink

Wir haben keine kurze Zeit zum Leben – wir vergeuden nur viel davon.

Original (la): “Non exiguum temporis habemus, sed multum perdidimus. (sinngemäß, Kap. 1) · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: De Brevitate Vitae, Kapitel 1
Permalink

Ein ungeprüftes Leben ist für den Menschen nicht lebenswert.

SokratesPrimärquelle: Platon, Apologie 38a
Permalink

Doch nun ist es Zeit zu gehen, für mich, um zu sterben, für euch, um zu leben; welcher von uns beiden aber einer besseren Sache entgegengeht, ist niemandem klar außer Gott.

SokratesPrimärquelle: Platon, Apologie 42a (Schlussworte)
Permalink

Die wahren Philosophen üben sich ihr Leben lang im Sterben, und der Tod ist ihnen von allen Menschen am wenigsten furchtbar.

SokratesPrimärquelle: Platon, Phaidon 67e
Permalink

Ach, Luise, laß … das ist ein zu weites Feld.

Theodor FontanePrimärquelle: Effi Briest, 36. Kapitel (Schlusskapitel)
Permalink

Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz.

Theodor StormPrimärquelle: Beginn des Endes, in: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 184
Permalink

Dann rückte er auch den Stuhl zum Tische, nahm eins der aufgeschlagenen Bücher, und vertiefte sich in Studien, an denen er einst die Kraft seiner Jugend geübt hatte.

Theodor StormPrimärquelle: Immensee (Novelle, 1849/1851), Schlusskapitel 'Der Alte'
Permalink

Wir müssen unseren Garten bestellen.

Original (fr): “Il faut cultiver notre jardin. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Candide ou l'Optimisme, Kapitel 30 (Schlusskapitel), 1759
Permalink

Einszweidrei! Im Sauseschritt / läuft die Zeit; wir laufen mit.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Julchen (1877), aus dem Abschnitt 'Eine unruhige Nacht'
Permalink

Vater werden ist nicht schwer, / Vater sein dagegen sehr.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Julchen (1877), Vorbemerkung
Permalink

Sein oder Nichtsein – das ist die Frage: Ob es dem Geiste edler ansteht, die Pfeile und Schleudern des wütenden Schicksals zu erdulden, oder sich gegen ein Meer von Plagen zur Wehr zu setzen und sie im Widerstand zu beenden.

Original (en): “To be, or not to be, that is the question: Whether 'tis nobler in the mind to suffer The slings and arrows of outrageous fortune, Or to take arms against a sea of troubles, And by opposing end them. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt III, Szene 1
Permalink

Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten, ein armer Schauspieler, der seine Stunde auf der Bühne stolziert und tobt und danach nie mehr gehört wird: eine Geschichte, erzählt von einem Narren, voller Lärm und Wut, die nichts bedeutet.

Original (en): “Life's but a walking shadow, a poor player That struts and frets his hour upon the stage And then is heard no more: it is a tale Told by an idiot, full of sound and fury, Signifying nothing. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Macbeth, Akt V, Szene 5
Permalink

Wir sind aus dem Stoff, aus dem Träume sind, und unser kurzes Leben ist von einem Schlaf umschlossen.

Original (en): “We are such stuff As dreams are made on, and our little life Is rounded with a sleep. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: The Tempest, Akt IV, Szene 1
Permalink

Die ganze Welt ist Bühne, und alle Männer und Frauen sind nur Spieler; sie haben ihre Abgänge und ihre Auftritte.

Original (en): “All the world's a stage, And all the men and women merely players; They have their exits and their entrances. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: As You Like It, Akt II, Szene 7
Permalink

Wer rastet, der rostet.

Unbekannt (Volksweisheit)
Permalink

Zeit heilt alle Wunden.

Unbekannt (Volksweisheit)
Permalink

Ein Unglück kommt selten allein.

Unbekannt (Volksweisheit)
Permalink