Annette von Droste-Hülshoff

17971848 · deutsch

Deutsche Dichterin aus westfälischem Adelsgeschlecht, gilt als bedeutendste deutschsprachige Lyrikerin des 19. Jahrhunderts. Bekannt für ihre Naturlyrik, die Novelle 'Die Judenbuche' sowie den geistlichen Gedichtzyklus 'Das geistliche Jahr'.

11 Zitate

Ach, alles trägt man leicht, ist man nur jung, nur jung noch und gesund!

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Nach fünfzehn Jahren, in: Gedichte, J. G. Cotta'scher Verlag, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 191
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Ach, eine Mutter hat man einmal nur!

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Der Brief aus der Heimath (letzter Vers), in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 135
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Entlang der Mauer das Musikchor, in Krepp gehüllt die Posaunen, haucht prüfend leise Kadenzen hervor, wie träumende Winde raunen; dann alles still: O Angst! o Qual! Es tritt der Sarg aus des Schlosses Portal.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Vorgeschichte, in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 297
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Fahr wohl, du altes Jahr, mit Freud und Leiden! Der Himmel schenkt ein neues, wenn er will.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Am Neujahrstage, in: Gesammelte Schriften, Dritter Teil, Das geistliche Jahr, hrsg. Levin Schücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 3
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O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn, wenn es wimmelt vom Haiderauche.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Der Knabe im Moor, erster Vers, in: Gesammelte Schriften, Bd. 1: Lyrische Gedichte, hrsg. Levin Schücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 115
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So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: An ***, Vers 6, in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 165
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Wär ich ein Mann doch mindestens nur, so würde der Himmel mir raten;

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Am Thurme (1842), in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 93
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Was Leben hat, das kennt die Zeit der Gnade, der Liebe Pforten sind ihm aufgetan; zum Himmel führen tausend lichte Pfade, ein jeder Stand hat sein eigne Bahn.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Für die armen Seelen, 1. Strophe, in: Das geistliche Jahr, 3. Auflage, Cotta, Stuttgart 1876, S. 240
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Wie stehst du doch so dürr und kahl, die trocknen Adern leer, o Feigenbaum! Ein Totenkranz von Blättern fahl hängt rasselnd um dich her, wie Wellenschaum.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Am Montag in der Charwoche, Verse 1-6, in: Das geistliche Jahr, 3. Auflage, Cotta, Stuttgart 1876, S. 55
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Wo man am meisten fühlt, weiß man nicht viel zu sagen.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: An meine Mutter, letzter Vers, in: Letzte Gaben. Nachgelassene Blätter, hrsg. Levin Schücking, Hannover 1860, S. 115
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Zu Cöln am Rheine kniet ein Weib am Rabensteine unter'm Rade, und über'm Rade liegt ein Leib, an dem sich weiden Kräh' und Made;

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Der Tod des Erzbischofs Engelbert von Cöln, III., Verse 1-4, in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 279
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