Zitate über Natur

33 geprüfte Zitate zu diesem Thema.

Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht.

Albert EinsteinQuelle: Mündliche Bemerkung gegenüber Prof. Oscar Veblen, Princeton, Mai 1921; zeitgenössisch dokumentiert in "Professor Einstein's Visit to the United States", The Scientific Monthly 12:5 (1921), S. 483; auch bei R. W. Clark, "Einstein: The Life and Times" (1973), Kap. 14
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Die Natur zeigt uns vom Löwen zwar nur den Schwanz. Aber es ist mir unzweifelhaft, dass der Löwe dazugehört, wenn er sich auch wegen seiner ungeheuren Dimensionen dem Blick nicht unmittelbar offenbaren kann.

Albert EinsteinPrimärquelle: Brief an Heinrich Zangger, 10. März 1914; The Collected Papers of Albert Einstein, Vol. 5 (The Swiss Years: Correspondence, 1902–1914)
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O, schaurig ist's, übers Moor zu gehn, wenn es wimmelt vom Haiderauche.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Der Knabe im Moor, erster Vers, in: Gesammelte Schriften, Bd. 1: Lyrische Gedichte, hrsg. Levin Schücking, Cotta, Stuttgart 1879, S. 115
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Wie stehst du doch so dürr und kahl, die trocknen Adern leer, o Feigenbaum! Ein Totenkranz von Blättern fahl hängt rasselnd um dich her, wie Wellenschaum.

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: Am Montag in der Charwoche, Verse 1-6, in: Das geistliche Jahr, 3. Auflage, Cotta, Stuttgart 1876, S. 55
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Leise rieselt der Schnee, still und starr ruht der See, weihnachtlich glänzet der Wald: Freue dich, Christkind kommt bald.

Eduard EbelPrimärquelle: Leise rieselt der Schnee, 1895, 1. Strophe
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Ein schmaler Geselle im Gras reitet gelegentlich vorbei; du bist ihm vielleicht begegnet, — nicht wahr? — sein Erscheinen ist jäh. Das Gras teilt sich wie von einem Kamm, ein gesprenkelter Schaft wird sichtbar; dann schließt es sich zu deinen Füßen und öffnet sich weiter vorn. Er mag einen sumpfigen Grund, einen Boden, zu kühl fürs Korn. Doch als Kind, barfuß, hab ich mehr als einmal, am Morgen, geglaubt, eine Peitschenschnur löse sich auf in der Sonne, — als ich mich bückte, sie zu greifen, ringelte sie sich und war fort. Manche von der Natur Geschöpfe kenne ich, und sie kennen mich; ich empfinde für sie eine herzliche Zuneigung; doch diesem Gesellen begegnet, allein oder in Gesellschaft, nie ohne knapperen Atem und Kälte bis auf die Knochen.

Original (en): “A NARROW fellow in the grass Occasionally rides; You may have met him,—did you not, His notice sudden is. The grass divides as with a comb, A spotted shaft is seen; And then it closes at your feet And opens further on. He likes a boggy acre, A floor too cool for corn. Yet when a child, and barefoot, I more than once, at morn, Have passed, I thought, a whip-lash Unbraiding in the sun,— When, stooping to secure it, It wrinkled, and was gone. Several of nature's people I know, and they know me; I feel for them a transport Of cordiality; But never met this fellow, Attended or alone, Without a tighter breathing, And zero at the bone. · eigene Übersetzung

Emily DickinsonPrimärquelle: Gedicht J986 / Fr1096, veröffentlicht als "The Snake", Poems: Second Series (1891)
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O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter!

Ernst AnschützPrimärquelle: O Tannenbaum, Fassung 1824 (Musikalisches Schulgesangbuch), 1. Strophe
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Über allen Gipfeln ist Ruh, in allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch; die Vögelein schweigen im Walde. Warte nur, balde ruhest du auch.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Wandrers Nachtlied (Ein Gleiches), Gedicht, 1780
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Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, / Daß ich so traurig bin;

Heinrich HeinePrimärquelle: Buch der Lieder, Die Heimkehr, Nr. II („Die Lore-Ley“; 1827, Gedicht entstanden 1824)
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Düfte sind die Gefühle der Blumen.

Heinrich HeinePrimärquelle: Reisebilder, Erster Teil: Die Harzreise (1826)
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Im wunderschönen Monat Mai, / Als alle Knospen sprangen, / Da ist in meinem Herzen / Die Liebe aufgegangen.

Heinrich HeinePrimärquelle: Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, Nr. I (1827)
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Auf Flügeln des Gesanges, / Herzliebchen, trag ich dich fort, / Fort nach den Fluren des Ganges, / Dort weiß ich den schönsten Ort.

Heinrich HeinePrimärquelle: Buch der Lieder, Lyrisches Intermezzo, Nr. IX (1827)
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"Nicht jeder", sagte Elinor, "hat deine Leidenschaft für welkes Laub."

Original (en): “"It is not every one," said Elinor, "who has your passion for dead leaves." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Sense and Sensibility, Kapitel XVI (Elinor Dashwood)
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Erst wenn es kalt wird, erkennt man, dass Kiefer und Zypresse als Letzte ihre Nadeln verlieren.

Original (zh): “歲寒,然後知松柏之後彫也。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 9 (Zi Han), Kapitel 28
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Das höchste Gut gleicht dem Wasser: Es nützt allen Wesen und drängt sich doch nicht auf.

Original (zh): “上善若水。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 8
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Weich und schwach kommt der Mensch zur Welt, hart und starr verlässt er sie. Das Weiche und Schwache gehört zum Leben, das Harte und Starre zum Tod.

Original (zh): “人之生也柔弱,其死也堅強。... 柔弱者生之徒,堅強者死之徒。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 76
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Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie Wasser – und doch besiegt nichts so mühelos das Harte und Starke.

Original (zh): “天下莫柔弱於水,而攻堅強者莫之能勝。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 78
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Alles, was dir gemäß ist, o Weltall, ist auch mir gemäß. Nichts, was für dich zur rechten Zeit ist, kommt für mich zu früh oder zu spät. Von dir kommt alles, in dir ist alles, zu dir kehrt alles zurück.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 23
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Mein ganzes Leben lang haben mich neue Anblicke der Natur wie ein Kind erfreut.

Original (en): “All my life through, the new sights of Nature made me rejoice like a child. · eigene Übersetzung

Marie CuriePrimärquelle: Autobiographical Notes, Kapitel I, Anhang zu: Pierre Curie (engl. Ausgabe, Kellogg 1923), S. 162; franz. Original nicht auffindbar
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Es war wirklich ein lieblicher Anblick, und einer, der uns immer wieder neu erschien. Die leuchtenden Röhrchen sahen aus wie schwache, feenhafte Lichter.

Original (en): “It was really a lovely sight and one always new to us. The glowing tubes looked like faint, fairy lights. · eigene Übersetzung

Marie CuriePrimärquelle: Autobiographical Notes, Kapitel II, Anhang zu: Pierre Curie (engl. Ausgabe, Kellogg 1923); franz. Original nicht auffindbar
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Natur ist Wahrheit; Kunst ist die höchste Wahrheit.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 14
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Wenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 70
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Erziehung ist alles. Der Pfirsich war einst eine bittere Mandel; der Blumenkohl ist nichts als ein Kohl mit Hochschulbildung.

Original (en): “Training is everything. The peach was once a bitter almond; cauliflower is nothing but cabbage with a college education. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Pudd'nhead Wilson's Calendar, Epigraph zu Kapitel 5, in: The Tragedy of Pudd'nhead Wilson, 1894
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Glücklich jenes Zeitalter und jene glücklichen Jahrhunderte, denen die Alten den Namen der goldenen gaben – nicht weil in ihnen das Gold, das man in unserem eisernen Zeitalter so hoch schätzt, mühelos zu gewinnen war, sondern weil die Menschen, die damals lebten, diese beiden Worte nicht kannten: Dein und Mein.

Original (es): “Dichosa edad y siglos dichosos aquellos a quien los antiguos pusieron nombre de dorados, y no porque en ellos el oro, que en esta nuestra edad de hierro tanto se estima, se alcanzase en aquella venturosa sin fatiga alguna, sino porque entonces los que en ella vivían ignoraban estas dos palabras de tuyo y mío. · eigene Übersetzung

Miguel de CervantesPrimärquelle: Don Quijote, Teil I, Kapitel 11
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Mein lieber Junge, auf dem Land kann jeder gut sein. Dort gibt es keine Versuchungen.

Original (en): “My dear boy, anybody can be good in the country. There are no temptations there. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: The Picture of Dorian Gray, Kapitel 19 (Lord Henry)
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Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Gedicht „Herbsttag“, aus: Das Buch der Bilder (1902)
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Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Gedicht „Der Panther“, aus: Neue Gedichte (1902/1903)
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Der Nebel steigt, es fällt das Laub; Schenk ein den Wein, den holden!

Theodor StormPrimärquelle: Oktoberlied (1848), in: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 109
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Ein Blatt aus sommerlichen Tagen, Ich nahm es so im Wandern mit.

Theodor StormPrimärquelle: Ein grünes Blatt, in: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 117
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Kein Klang der aufgeregten Zeit Drang noch in diese Einsamkeit.

Theodor StormPrimärquelle: Abseits, in: Gedichte, Schwers'sche Buchhandlung, Kiel 1852, S. 4
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Über die Heide hallet mein Schritt; Dumpf aus der Erde wandert es mit.

Theodor StormPrimärquelle: Über die Heide, in: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 1, 4. Auflage, Aufbau, Berlin und Weimar 1978, S. 109
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Soll ich dich einem Sommertag vergleichen? Du bist lieblicher und maßvoller als er: Raue Winde schütteln die zarten Knospen des Mai, und der Sommer hat nur allzu kurzen Bestand.

Original (en): “Shall I compare thee to a summer's day? Thou art more lovely and more temperate: Rough winds do shake the darling buds of May, And summer's lease hath all too short a date. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Sonett 18
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Es ist ein Ros entsprungen aus einer Wurzel zart, wie uns die Alten sungen, von Jesse kam die Art und hat ein Blümlein bracht mitten im kalten Winter, wohl zu der halben Nacht.

Unbekannt (Volksweisheit)
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