Marc Aurel

121180 · römisch

Marc Aurel (121-180 n. Chr.) war von 161 bis 180 römischer Kaiser und gilt als bedeutendster Vertreter der späten Stoa. Seine privaten, auf Altgriechisch verfassten Aufzeichnungen 'Selbstbetrachtungen' (Ta eis heauton) entstanden während seiner Feldzüge und wurden erst nach seinem Tod veröffentlicht.

12 Zitate

Nimm die Meinung weg, du seist geschädigt worden, und die Klage darüber verschwindet. Nimm die Klage weg, und der Schaden selbst ist verschwunden.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 7
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Schmerzt dich etwas Äußeres, so ist es nicht das Ding selbst, das dich quält, sondern dein Urteil darüber. Und dieses Urteil zu tilgen steht in deiner Macht.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VIII, 47
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Da es möglich ist, dass du noch in diesem Augenblick aus dem Leben scheidest, richte danach jede Handlung und jeden Gedanken aus.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 11
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Was allein vermag den Menschen sicher zu leiten? Eines nur: die Philosophie. Sie besteht darin, den Geist in sich rein und unverletzt zu bewahren, über Schmerz und Lust erhaben.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 17
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Wie deine gewohnten Gedanken beschaffen sind, so wird auch der Charakter deines Geistes sein; denn die Seele färbt sich mit der Farbe der Gedanken.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch V, 16
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Die beste Art, sich zu rächen, ist, nicht so zu werden wie der, der dir Unrecht getan hat.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VI, 6
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Die Vollendung des Charakters besteht darin, jeden Tag zu leben, als wäre er der letzte – weder heftig erregt noch abgestumpft, noch verstellt.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VII, 69
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Rede nicht länger darüber, wie ein guter Mensch beschaffen sein sollte – sei es.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch X, 16
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Der äußere Schein ist ein gewaltiger Verführer der Vernunft. Entkleide die Dinge, mit denen die Menschen so großtun, und erkenne ihre Nichtigkeit.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VI, 13
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Es steht in deiner Macht, dich, wann immer du willst, in dich selbst zurückzuziehen. Nirgends findet ein Mensch eine ruhigere, ungestörtere Zuflucht als in der eigenen Seele.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 3
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Wir sind zur Zusammenarbeit geschaffen, wie die Füße, wie die Hände, wie die Augenlider, wie die obere und untere Zahnreihe.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 1
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Alles, was dir gemäß ist, o Weltall, ist auch mir gemäß. Nichts, was für dich zur rechten Zeit ist, kommt für mich zu früh oder zu spät. Von dir kommt alles, in dir ist alles, zu dir kehrt alles zurück.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 23
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