Zitate über Weisheit

187 geprüfte Zitate zu diesem Thema.

Das Schönste und Tiefste, was der Mensch erleben kann, ist das Gefühl des Geheimnisvollen.

Albert EinsteinPrimärquelle: "Mein Glaubensbekenntnis", Manuskript/Rundfunkaufnahme für die Deutsche Liga für Menschenrechte, Caputh, Herbst 1932 (Einstein Archives)
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Ich glaube an Spinozas Gott, der sich in der gesetzlichen Harmonie des Seienden offenbart, nicht an einen Gott, der sich mit Schicksalen und Handlungen der Menschen abgibt.

Albert EinsteinPrimärquelle: Antworttelegramm an Rabbi Herbert S. Goldstein, 24. April 1929; veröffentlicht in The New York Times, 25. April 1929
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Beim Menschen ist es wie beim Velo: Nur wenn er fährt, kann er bequem die Balance halten.

Albert EinsteinPrimärquelle: Brief an Sohn Eduard Einstein, 5. Februar 1930 (Einstein Archives, Dokument 75-990)
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Raffiniert ist der Herrgott, aber boshaft ist er nicht.

Albert EinsteinQuelle: Mündliche Bemerkung gegenüber Prof. Oscar Veblen, Princeton, Mai 1921; zeitgenössisch dokumentiert in "Professor Einstein's Visit to the United States", The Scientific Monthly 12:5 (1921), S. 483; auch bei R. W. Clark, "Einstein: The Life and Times" (1973), Kap. 14
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Die Natur zeigt uns vom Löwen zwar nur den Schwanz. Aber es ist mir unzweifelhaft, dass der Löwe dazugehört, wenn er sich auch wegen seiner ungeheuren Dimensionen dem Blick nicht unmittelbar offenbaren kann.

Albert EinsteinPrimärquelle: Brief an Heinrich Zangger, 10. März 1914; The Collected Papers of Albert Einstein, Vol. 5 (The Swiss Years: Correspondence, 1902–1914)
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Wichtig ist, nicht aufzuhören zu fragen. Die Neugier hat ihre eigene Daseinsberechtigung.

Original (en): “The important thing is not to stop questioning. Curiosity has its own reason for existence. · eigene Übersetzung

Albert EinsteinPrimärquelle: Interview mit William Miller, LIFE Magazine, 2. Mai 1955, "Old Man's Advice to Youth: 'Never Lose a Holy Curiosity'", S. 64
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Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist begrenzt, während die Fantasie die ganze Welt umfasst, den Fortschritt anregt und der Entwicklung Leben einhaucht.

Original (en): “Imagination is more important than knowledge. For knowledge is limited, whereas imagination embraces the entire world, stimulating progress, giving birth to evolution. · eigene Übersetzung

Albert EinsteinPrimärquelle: George Sylvester Viereck, "What Life Means to Einstein", The Saturday Evening Post, 26. Oktober 1929
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Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.

Original (en): “Science without religion is lame, religion without science is blind. · eigene Übersetzung

Albert EinsteinPrimärquelle: Essay "Science and Religion", vorbereitet für die Conference on Science, Philosophy and Religion in Their Relation to the Democratic Way of Life, New York, September 1940; veröffentlicht in Nature, Bd. 146 (1940), S. 605–607
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So großes Kleinod, einmal sein statt gelten!

Annette von Droste-HülshoffPrimärquelle: An ***, Vers 6, in: Gedichte, Cotta, Stuttgart/Tübingen 1844, S. 165
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Auf dieser Welt ist nichts gewiss außer dem Tod und den Steuern.

Original (en): “Our new Constitution is now established, and has an appearance that promises permanency; but in this world nothing can be said to be certain, except death and taxes. · eigene Übersetzung

Benjamin FranklinPrimärquelle: Brief an Jean-Baptiste Leroy, 13. November 1789
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Gut getan ist besser als gut gesagt.

Original (en): “Well done is better than well said. · eigene Übersetzung

Benjamin FranklinPrimärquelle: Poor Richard's Almanack, 1737
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Die Erfahrung führt eine teure Schule, doch Narren lernen in keiner anderen.

Original (en): “Experience keeps a dear school, yet fools will learn in no other. · eigene Übersetzung

Benjamin FranklinPrimärquelle: Poor Richard's Almanack, 1743
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Der Geist geht allen Dingen voraus, der Geist ist ihr Herr, aus dem Geist sind sie gemacht. Wer mit getrübtem Geist spricht oder handelt, dem folgt das Leid, wie das Rad dem Huf des Ochsen folgt.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 1
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Hass wird in dieser Welt niemals durch Hass besänftigt. Nur durch Nicht-Hass kommt Hass zur Ruhe. Dies ist ein ewiges Gesetz.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 5
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Man suche nicht die Fehler der anderen, achte nicht auf das, was andere getan oder unterlassen haben. Man betrachte vielmehr die eigenen Taten – was man getan hat und was man unterlassen hat.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 50
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'Söhne habe ich, Besitz habe ich' – so quält sich der Tor. Doch er selbst gehört sich nicht einmal selbst. Wie sollten ihm da Söhne oder Besitz gehören?

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 62
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Sprich zu niemandem in Schärfe, denn wer so angesprochen wird, erwidert es dir. Zornige Rede tut weh, und Vergeltung kann dich treffen.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 133
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Von einem selbst wird Böses getan, von einem selbst wird man befleckt. Von einem selbst wird Böses unterlassen, von einem selbst wird man rein.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 165
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Alles Böse meiden, das Gute mehren, den eigenen Geist reinigen – das ist die Lehre der Erwachten.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 183
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Besiege den Zornigen durch Zornlosigkeit, besiege den Bösen durch Güte, besiege den Geizigen durch Freigebigkeit, besiege den Lügner durch Wahrheit.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 223
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Alle bedingten Dinge sind vergänglich – wer dies mit Weisheit erkennt, wendet sich vom Leiden ab. Das ist der Weg zur Reinheit.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 277
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Wen dieses elende, klebrige Verlangen überwältigt, dessen Kummer wächst wie Gras nach dem Regen.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 335
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Lass los, was vergangen ist, lass los, was kommen wird, lass los, was jetzt ist, und gehe hinüber ans andere Ufer des Daseins.

BuddhaPrimärquelle: Dhammapada, Vers 348
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Glaubt nicht bloß, weil es Überlieferung ist, weil es Tradition ist, weil es in einer Schrift steht oder weil ein Lehrer es sagt – prüft selbst, was heilsam ist, und folgt dem, was ihr aus eigener Erkenntnis als gut befunden habt.

BuddhaPrimärquelle: Kalama Sutta (Anguttara Nikaya 3.65)
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Die Menschheit war mein Geschäft. Das Gemeinwohl war mein Geschäft; Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Nachsicht und Wohltätigkeit – all das war mein Geschäft.

Original (en): “"Mankind was my business. The common welfare was my business; charity, mercy, forbearance, and benevolence, were, all, my business." · eigene Übersetzung

Charles DickensPrimärquelle: A Christmas Carol, Stave I (Marleys Geist)
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Ich trage die Kette, die ich mir im Leben geschmiedet habe. Ich fertigte sie Glied für Glied und Elle für Elle; aus freiem Willen legte ich sie an, und aus freiem Willen trug ich sie.

Original (en): “"I wear the chain I forged in life. I made it link by link, and yard by yard; I girded it on of my own free will, and of my own free will I wore it." · eigene Übersetzung

Charles DickensPrimärquelle: A Christmas Carol, Stave I (Marleys Geist)
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Verlass dich nie auf den Anschein; verlass dich auf Beweise. Eine bessere Regel gibt es nicht.

Original (en): “"Take nothing on its looks; take everything on evidence. There's no better rule." · eigene Übersetzung

Charles DickensPrimärquelle: Great Expectations, Kapitel XL (Mr. Jaggers)
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O diese Zeiten, o diese Sitten!

Original (la): “O tempora, o mores! · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: In Catilinam I, 2
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Die Geschichte ist die Zeugin der Zeiten, das Licht der Wahrheit, das Leben der Erinnerung, die Lehrmeisterin des Lebens, die Botin des Altertums.

Original (la): “Historia vero testis temporum, lux veritatis, vita memoriae, magistra vitae, nuntia vetustatis. · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: De Oratore, Buch II, 36
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Jeder Mensch kann irren, doch nur der Tor beharrt auf seinem Irrtum.

Original (la): “Cuiusvis hominis est errare, nullius nisi insipientis in errore perseverare. · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: Philippicae XII, 5 (Zwölfte Philippische Rede)
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Wem nützt es?

Original (la): “Cui bono? · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: Pro Roscio Amerino, 84 (Cicero zitiert diesen Grundsatz als Ausspruch des Richters L. Cassius Longinus)
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Das Leben der Toten liegt im Gedächtnis der Lebenden.

Original (la): “Vita enim mortuorum in memoria est posita vivorum. · eigene Übersetzung

Marcus Tullius CiceroPrimärquelle: Philippicae IX, 10
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Die Ewigkeit besteht aus Jetzt – sie ist keine andere Zeit, außer durch Unendlichkeit und die Weite der Heimat. Nimm, ausgehend von hier, dem Erlebten, die Daten fort zu jenen, lass Monate in weiteren Monaten zergehen, und Jahre in Jahren verhauchen. Ohne Urkunde oder Pause oder gefeierte Tage, wären unsere Jahre so unendlich wie die des Anno Domini.

Original (en): “FOREVER is composed of Nows— 'T is not a different time, Except for infiniteness And latitude of home. From this, experienced here, Remove the dates to these, Let months dissolve in further months, And years exhale in years. Without certificate or pause Or celebrated days, As infinite our years would be As Anno Domini's. · eigene Übersetzung

Emily DickinsonPrimärquelle: Gedicht J624 / Fr690, veröffentlicht in Further Poems of Emily Dickinson (1929)
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Hat man sein Warum? des Lebens, so verträgt man sich fast mit jedem Wie?

Friedrich NietzschePrimärquelle: Götzen-Dämmerung, Sprüche und Pfeile, 12
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Ich sage euch: man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Also sprach Zarathustra, Zarathustras Vorrede, 5
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Wer mit Ungeheuern kämpft, mag zusehn, dass er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Jenseits von Gut und Böse, Viertes Hauptstück, Aphorismus 146
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Nein, gerade Tatsachen gibt es nicht, nur Interpretationen.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Nachgelassene Fragmente, Herbst 1886 – Frühjahr 1887 (posthum u. a. als Der Wille zur Macht, Aphorismus 481, veröffentlicht)
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Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch — ein Seil über einem Abgrunde.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Also sprach Zarathustra, Zarathustras Vorrede, 4
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Die Wahrheit ist hässlich: wir haben die Kunst, damit wir nicht an der Wahrheit zugrunde gehen.

Friedrich NietzschePrimärquelle: Nachgelassene Fragmente, Frühjahr 1888
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Die Axt im Haus erspart den Zimmermann.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Wilhelm Tell, 3. Akt, 1. Szene
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Ernst ist das Leben, heiter ist die Kunst.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Wallenstein, Prolog
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Auch das Schöne muss sterben! Das Menschen und Götter bezwinget.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Nänie
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Gefährlich ist's, den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn; jedoch der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Das Lied von der Glocke
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Es kann der Frömmste nicht in Frieden bleiben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt.

Friedrich SchillerPrimärquelle: Wilhelm Tell, 4. Akt, 3. Szene
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Es ist nicht genug, zu wissen, man muss es auch anwenden; es ist nicht genug, zu wollen, man muss es auch tun.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Wilhelm Meisters Wanderjahre, Aus Makariens Archiv
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Es irrt der Mensch, so lang er strebt.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 317 (Prolog im Himmel, Der Herr)
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Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, und grün des Lebens goldner Baum.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 2038–2039 (Studierzimmer II, Mephistopheles zum Schüler)
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Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 1112–1113 (Vor dem Tor, Faust)
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Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es, um es zu besitzen.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie erster Teil, Vers 682–683 (Nacht, Faust)
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Das Göttliche, Gedicht, 1783
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Wenn wir die Menschen nur nehmen, wie sie sind, so machen wir sie schlechter; wenn wir sie behandeln, als wären sie, was sie sein sollten, so bringen wir sie dahin, wohin sie zu bringen sind.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Wilhelm Meisters Lehrjahre, Buch VIII, Kapitel 4 (Lothario über Natalie)
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Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.

Johann Wolfgang von GoethePrimärquelle: Faust. Der Tragödie zweiter Teil, Vers 12104 (Bergschluchten, Chorus Mysticus)
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Der Gedanke geht der Tat voraus wie der Blitz dem Donner.

Heinrich HeinePrimärquelle: Zur Geschichte der Religion und Philosophie in Deutschland, Drittes Buch (1834)
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Geld ist rund und rollt weg, aber Bildung bleibt.

Heinrich HeinePrimärquelle: Reisebilder, Die Bäder von Lucca, Kapitel III (1830)
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Eitelkeit und Stolz sind zweierlei, auch wenn die Worte oft synonym gebraucht werden. Man kann stolz sein, ohne eitel zu sein. Stolz betrifft eher unsere eigene Meinung von uns selbst; Eitelkeit dagegen das, was andere von uns denken sollen.

Original (en): “"Vanity and pride are different things, though the words are often used synonymously. A person may be proud without being vain. Pride relates more to our opinion of ourselves; vanity to what we would have others think of us." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Pride and Prejudice, Kapitel V (Mary Bennet)
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Glück in der Ehe ist ganz und gar eine Frage des Zufalls.

Original (en): “"Happiness in marriage is entirely a matter of chance." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Pride and Prejudice, Kapitel VI (Charlotte Lucas)
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Denke nur an die Vergangenheit, soweit ihre Erinnerung dir Freude bereitet.

Original (en): “"Think only of the past as its remembrance gives you pleasure." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Pride and Prejudice, Kapitel LVIII (Mr. Darcy)
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Besser ganz ohne Verstand als ihn so misszubrauchen, wie du es tust.

Original (en): “"Better be without sense, than misapply it as you do." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Emma, Kapitel VIII (Mr. Knightley)
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Die eine Hälfte der Welt kann die Vergnügungen der anderen nicht verstehen.

Original (en): “"One half of the world cannot understand the pleasures of the other." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Emma, Kapitel IX (Emma Woodhouse)
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Ich weiß nicht, ob es so sein sollte, aber gewiss hören törichte Dinge auf, töricht zu sein, wenn sie von vernünftigen Menschen auf eine unbekümmerte Art getan werden.

Original (en): “"I do not know whether it ought to be so, but certainly silly things do cease to be silly if they are done by sensible people in an impudent way." · eigene Übersetzung

Jane AustenPrimärquelle: Emma, Kapitel XXVI (Emma Woodhouse)
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Ist es nicht eine Freude, zu lernen und das Gelernte immer wieder anzuwenden? Und ist es nicht schön, wenn Freunde von fern zu Besuch kommen?

Original (zh): “學而時習之,不亦說乎?有朋自遠方來,不亦樂乎? · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 1 (Xue Er), Kapitel 1
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Mit fünfzehn richtete ich meinen Sinn aufs Lernen, mit dreißig stand ich fest, mit vierzig hatte ich keine Zweifel mehr, mit fünfzig kannte ich den Willen des Himmels, mit sechzig hörte ich zu, ohne mich zu widersetzen, und mit siebzig konnte ich meinem Herzen folgen, ohne das rechte Maß zu verletzen.

Original (zh): “吾十有五而志於學,三十而立,四十而不惑,五十而知天命,六十而耳順,七十而從心所欲,不踰矩。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 2 (Wei Zheng), Kapitel 4
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Was du weißt, als Wissen anzuerkennen, und was du nicht weißt, als Nichtwissen einzugestehen – das ist wahres Wissen.

Original (zh): “知之為知之,不知為不知,是知也。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 2 (Wei Zheng), Kapitel 17
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Der edle Mensch richtet sich nach dem, was recht ist; der kleine Mensch richtet sich nach dem, was ihm nützt.

Original (zh): “君子喻於義,小人喻於利。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 4 (Li Ren), Kapitel 16
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Tugend steht niemals allein, sie findet stets Nachbarn.

Original (zh): “德不孤,必有鄰。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 4 (Li Ren), Kapitel 25
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Wer etwas weiß, steht dem nach, der es liebt; und wer es liebt, steht dem nach, der seine Freude daran hat.

Original (zh): “知之者不如好之者,好之者不如樂之者。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 6 (Yong Ye), Kapitel 20
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Gehe ich mit zwei anderen, findet sich gewiss ein Lehrer unter ihnen: Ihre guten Seiten nehme ich mir zum Vorbild, ihre schlechten helfen mir, mich selbst zu bessern.

Original (zh): “三人行,必有我師焉:擇其善者而從之,其不善者而改之。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 7 (Shu Er), Kapitel 22
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Hat das Volk kein Vertrauen, hat der Staat keinen Bestand.

Original (zh): “民無信不立。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 12 (Yan Yuan), Kapitel 7
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Der edle Mensch lebt in Eintracht, ohne sich anzugleichen; der kleine Mensch gleicht sich an, ohne in Eintracht zu leben.

Original (zh): “君子和而不同,小人同而不和。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 13 (Zi Lu), Kapitel 23
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Was du selbst nicht wünschst, das füge auch anderen nicht zu.

Original (zh): “己所不欲,勿施於人。 · eigene Übersetzung

KonfuziusPrimärquelle: Lunyu (Gespräche des Konfuzius), Buch 15 (Wei Ling Gong), Kapitel 24 (Antwort auf Zigongs Frage nach einem lebenslangen Leitwort)
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Wer andere kennt, ist klug; wer sich selbst kennt, ist erleuchtet. Wer andere besiegt, ist stark; wer sich selbst besiegt, ist mächtig.

Original (zh): “知人者智,自知者明;勝人者有力,自勝者強。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 33
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Das höchste Gut gleicht dem Wasser: Es nützt allen Wesen und drängt sich doch nicht auf.

Original (zh): “上善若水。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 8
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Pack das Schwierige an, solange es noch leicht ist; beginne das Große, solange es noch klein ist.

Original (zh): “圖難於其易,為大於其細。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 63
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Wer genug hat, wird nicht beschämt; wer weiß, wann er aufhören muss, gerät nicht in Gefahr.

Original (zh): “知足不辱,知止不殆。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 44
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Nichts auf der Welt ist so weich und nachgiebig wie Wasser – und doch besiegt nichts so mühelos das Harte und Starke.

Original (zh): “天下莫柔弱於水,而攻堅強者莫之能勝。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 78
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Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr.

Original (zh): “信言不美,美言不信。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 81
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Das Weichste auf der Welt überwindet das Härteste.

Original (zh): “天下之至柔,馳騁天下之至堅。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 43
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Wer weiß, spricht nicht; wer spricht, weiß nicht.

Original (zh): “知者不言,言者不知。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 56
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Zu wissen und doch zu denken, man wisse es nicht, ist das Höchste; nicht zu wissen und doch zu denken, man wisse es, ist ein Übel.

Original (zh): “知不知,尚矣;不知知,病也。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 71
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Was sich beugt, bleibt heil; was krumm ist, wird gerade; was leer ist, wird voll. Der Weise drängt sich nicht in den Vordergrund – darum leuchtet er.

Original (zh): “曲則全,枉則直,窪則盈。... 不自見,故明。 · eigene Übersetzung

LaotsePrimärquelle: Daodejing, Kapitel 22
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Nimm die Meinung weg, du seist geschädigt worden, und die Klage darüber verschwindet. Nimm die Klage weg, und der Schaden selbst ist verschwunden.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 7
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Schmerzt dich etwas Äußeres, so ist es nicht das Ding selbst, das dich quält, sondern dein Urteil darüber. Und dieses Urteil zu tilgen steht in deiner Macht.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VIII, 47
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Da es möglich ist, dass du noch in diesem Augenblick aus dem Leben scheidest, richte danach jede Handlung und jeden Gedanken aus.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 11
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Was allein vermag den Menschen sicher zu leiten? Eines nur: die Philosophie. Sie besteht darin, den Geist in sich rein und unverletzt zu bewahren, über Schmerz und Lust erhaben.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 17
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Wie deine gewohnten Gedanken beschaffen sind, so wird auch der Charakter deines Geistes sein; denn die Seele färbt sich mit der Farbe der Gedanken.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch V, 16
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Die beste Art, sich zu rächen, ist, nicht so zu werden wie der, der dir Unrecht getan hat.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VI, 6
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Die Vollendung des Charakters besteht darin, jeden Tag zu leben, als wäre er der letzte – weder heftig erregt noch abgestumpft, noch verstellt.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VII, 69
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Rede nicht länger darüber, wie ein guter Mensch beschaffen sein sollte – sei es.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch X, 16
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Der äußere Schein ist ein gewaltiger Verführer der Vernunft. Entkleide die Dinge, mit denen die Menschen so großtun, und erkenne ihre Nichtigkeit.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch VI, 13
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Es steht in deiner Macht, dich, wann immer du willst, in dich selbst zurückzuziehen. Nirgends findet ein Mensch eine ruhigere, ungestörtere Zuflucht als in der eigenen Seele.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 3
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Wir sind zur Zusammenarbeit geschaffen, wie die Füße, wie die Hände, wie die Augenlider, wie die obere und untere Zahnreihe.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch II, 1
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Alles, was dir gemäß ist, o Weltall, ist auch mir gemäß. Nichts, was für dich zur rechten Zeit ist, kommt für mich zu früh oder zu spät. Von dir kommt alles, in dir ist alles, zu dir kehrt alles zurück.

Marc AurelPrimärquelle: Selbstbetrachtungen, Buch IV, 23
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Man kann nicht hoffen, eine bessere Welt aufzubauen, ohne die Individuen zu verbessern.

Original (en): “You cannot hope to build a better world without improving the individuals. · eigene Übersetzung

Marie CuriePrimärquelle: Autobiographical Notes, Kapitel I, Anhang zu: Pierre Curie (engl. Ausgabe, übers. v. Charlotte & Vernon Kellogg, Macmillan 1923); Originalwerk auf Französisch verfasst, franz. Urtext dieses Anhangs nicht auffindbar – zitiert nach der autorisierten engl. Ausgabe
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Die Menschheit braucht gewiss praktische Menschen, die das Beste aus ihrer Arbeit machen, um ihrer eigenen Interessen willen, ohne dabei das allgemeine Interesse zu vergessen. Aber sie braucht auch Träumer, für die das selbstlose Verfolgen eines Zieles so zwingend ist, dass es ihnen unmöglich wird, ihrem eigenen materiellen Vorteil viel Aufmerksamkeit zu widmen.

Original (en): “Humanity, surely, needs practical men who make the best of their work for the sake of their own interests, without forgetting the general interest. But it also needs dreamers, for whom the unselfish following of a purpose is so imperative that it becomes impossible for them to devote much attention to their own material benefit. · eigene Übersetzung

Marie CuriePrimärquelle: Autobiographical Notes, Kapitel III, Anhang zu: Pierre Curie (engl. Ausgabe, Kellogg 1923); franz. Original nicht auffindbar
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Wir dürfen nicht vergessen, dass niemand wusste, als Radium entdeckt wurde, dass es sich in Krankenhäusern als nützlich erweisen würde. Die Arbeit war reine Wissenschaft. Und das ist ein Beweis dafür, dass wissenschaftliche Arbeit nicht unter dem Gesichtspunkt ihres unmittelbaren Nutzens betrachtet werden darf. Sie muss um ihrer selbst willen geschehen, um der Schönheit der Wissenschaft willen, und dann besteht immer die Chance, dass eine wissenschaftliche Entdeckung, wie das Radium, zu einem Segen für die Menschheit wird.

Original (en): “We must not forget that when radium was discovered no one knew that it would prove useful in hospitals. The work was one of pure science. And this is a proof that scientific work must not be considered from the point of view of the direct usefulness of it. It must be done for itself, for the beauty of science, and then there is always the chance that a scientific discovery may become like the radium a benefit for humanity. · eigene Übersetzung

Marie CuriePrimärquelle: Vortrag am Vassar College, Poughkeepsie, New York, 14. Mai 1921; veröffentlicht als "The Discovery of Radium", Ellen S. Richards Monographs No. 2, Vassar College 1921
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Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 4
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Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 27
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In der Jugend lernt, im Alter versteht man.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 13
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Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und Du bist unsterblich.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), S. 3
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Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen.

Marie von Ebner-EschenbachPrimärquelle: Aphorismen (Berlin: Paetel, 1893), Nr. 57
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Verschaff dir zuerst die Fakten, dann kannst du sie verdrehen, so viel du willst.

Original (en): “Get your facts first, and then you can distort them as much as you please. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Zitiert in Rudyard Kipling, 'An Interview with Mark Twain', in: From Sea to Sea: Letters of Travel, 1899, S. 180 (Interview 1889 in Elmira, New York)
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Es wäre nicht gut, wenn wir alle gleich dächten; erst die Meinungsverschiedenheit macht das Pferderennen spannend.

Original (en): “It were not best that we should all think alike; it is difference of opinion that makes horse-races. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Pudd'nhead Wilson's Calendar, Epigraph zu Kapitel 19, in: The Tragedy of Pudd'nhead Wilson, 1894
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Die Wahrheit ist das Wertvollste, das wir besitzen. Gehen wir sparsam damit um.

Original (en): “Truth is the most valuable thing we have. Let us economize it. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Pudd'nhead Wilson's New Calendar, Epigraph zu Kapitel 7, in: Following the Equator, 1897
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Arbeit besteht aus allem, wozu man verpflichtet ist ... Spiel besteht aus allem, wozu man nicht verpflichtet ist.

Original (en): “Work consists of whatever a body is obliged to do... Play consists of whatever a body is not obliged to do. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: The Adventures of Tom Sawyer, Kapitel 2
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Man kann sich nicht auf seine Augen verlassen, wenn die eigene Vorstellungskraft unscharf gestellt ist.

Original (en): “You can't depend on your eyes when your imagination is out of focus. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: A Connecticut Yankee in King Arthur's Court, Kapitel 43
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Im Zweifel: sag die Wahrheit.

Original (en): “When in doubt, tell the truth. · eigene Übersetzung

Mark TwainPrimärquelle: Pudd'nhead Wilson's New Calendar, Epigraph zu Kapitel 2, in: Following the Equator, 1897
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Vor allem, mein Sohn, fürchte Gott, denn in der Gottesfurcht liegt die Weisheit.

Original (es): “Primeramente, ¡oh hijo!, has de temer a Dios, porque en el temerle está la sabiduría. · eigene Übersetzung

Miguel de CervantesPrimärquelle: Don Quijote, Teil II, Kapitel 42
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Zweitens sollst du den Blick auf dich selbst richten und danach streben, dich selbst zu erkennen.

Original (es): “has de poner los ojos en quien eres, procurando conocerte a ti mismo · eigene Übersetzung

Miguel de CervantesPrimärquelle: Don Quijote, Teil II, Kapitel 42
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Alle Geziertheit ist schlecht.

Original (es): “toda afectación es mala · eigene Übersetzung

Miguel de CervantesPrimärquelle: Don Quijote, Teil II, Kapitel 43
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Die Wahrheit ist selten rein und niemals einfach.

Original (en): “The truth is rarely pure and never simple. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: The Importance of Being Earnest, Akt I (Algernon)
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Wir liegen alle in der Gosse, aber manche von uns schauen zu den Sternen empor.

Original (en): “We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: Lady Windermere's Fan, Akt III (Lord Darlington)
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Was ist ein Zyniker? ... Ein Mann, der von allem den Preis kennt und von nichts den Wert.

Original (en): “What is a cynic? ... A man who knows the price of everything and the value of nothing. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: Lady Windermere's Fan, Akt III (Cecil Graham / Lord Darlington)
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Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Fehlern gibt.

Original (en): “Experience is the name every one gives to their mistakes. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: Lady Windermere's Fan, Akt III (Mr. Dumby)
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Der einzige Unterschied zwischen dem Heiligen und dem Sünder ist, dass jeder Heilige eine Vergangenheit hat und jeder Sünder eine Zukunft.

Original (en): “The only difference between the saint and the sinner is that every saint has a past, and every sinner has a future. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: A Woman of No Importance, Akt III (Lord Illingworth)
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Kinder lieben ihre Eltern zunächst; nach einiger Zeit richten sie über sie; selten, wenn überhaupt, verzeihen sie ihnen.

Original (en): “Children begin by loving their parents; after a time they judge them; rarely, if ever, do they forgive them. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: A Woman of No Importance, Akt II (Lord Illingworth)
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Der einzige Weg, eine Versuchung loszuwerden, besteht darin, ihr nachzugeben.

Original (en): “The only way to get rid of a temptation is to yield to it. · eigene Übersetzung

Oscar WildePrimärquelle: The Picture of Dorian Gray, Kapitel 2 (Lord Henry)
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Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Duineser Elegien, Die Erste Elegie (entstanden 1912, vollendet 1922)
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Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert, drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, Sonett XII (1922)
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Man muss Geduld haben gegen alles Ungelöste im Herzen und versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Briefe an einen jungen Dichter, 4. Brief, Worpswede, 16. Juli 1903
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Rette dich selbst für dich zurück: Sammle die Zeit, die dir bisher geraubt, gestohlen oder einfach entglitten ist, und bewahre sie.

Original (la): “Vindica te tibi, et tempus, quod adhuc aut auferebatur aut subripiebatur aut excidebat, collige et serva. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 1, Abschnitt 3
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Wer überall zugleich sein will, ist nirgends wirklich zu Hause.

Original (la): “Nusquam est qui ubique est. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 2, Abschnitt 2
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Mehr Dinge ängstigen uns, als uns wirklich bedrängen; öfter leiden wir unter der bloßen Einbildung als unter der Wirklichkeit.

Original (la): “Plura sunt quae nos terrent quam quae premunt, et saepius opinione quam re laboramus. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 13, Abschnitt 4
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Nicht den Himmel über dir musst du wechseln, sondern deine Gesinnung.

Original (la): “Animum debes mutare, non caelum. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 28, Abschnitt 1
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'Es sind Sklaven.' Nein: Menschen. 'Es sind Sklaven.' Nein: Weggefährten. 'Es sind Sklaven.' Nein: bescheidene Freunde.

Original (la): “'Servi sunt.' Immo homines. 'Servi sunt.' Immo contubernales. 'Servi sunt.' Immo humiles amici. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: Epistulae morales ad Lucilium, Brief 47, Abschnitt 1
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Das Leben ist lang, wenn man es zu nutzen weiß.

Original (la): “Vita, si uti scias, longa est. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: De Brevitate Vitae, Kapitel 2
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Manche der Weisen nannten den Zorn eine kurze Raserei: Wie der Wahnsinn macht er den Menschen sich selbst nicht mehr Herr, lässt ihn den Anstand vergessen und raubt ihm die Vernunft.

Original (la): “Quidam itaque e sapientibus uiris iram dixerunt breuem insaniam. · eigene Übersetzung

SenecaPrimärquelle: De Ira, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 2
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Es scheint, dass keiner von uns beiden etwas wahrhaft Schönes und Gutes weiß; aber er glaubt, etwas zu wissen, obwohl er es nicht weiß, ich hingegen – da ich es nicht weiß – glaube es auch nicht zu wissen.

SokratesPrimärquelle: Platon, Apologie 21d
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Ein ungeprüftes Leben ist für den Menschen nicht lebenswert.

SokratesPrimärquelle: Platon, Apologie 38a
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Nicht aus Geld entsteht Tugend, sondern aus Tugend entsteht Geld und alles andere Gute für die Menschen, im Privaten wie im Öffentlichen.

SokratesPrimärquelle: Platon, Apologie 30b
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Man darf also niemandem Unrecht tun, auch nicht Unrecht mit Unrecht vergelten, noch, wenn man Böses erleidet, Böses mit Bösem erwidern.

SokratesPrimärquelle: Platon, Kriton 49b–c
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Ich möchte keins von beiden, doch wenn es sein müsste, Unrecht zu tun oder Unrecht zu leiden, so würde ich lieber Unrecht leiden als Unrecht tun.

SokratesPrimärquelle: Platon, Gorgias 469c
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Das Poetische hat immer recht; es wächst weit über das Historische hinaus.

Theodor FontanePrimärquelle: Frau Jenny Treibel, 7. Kapitel
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Das Menschlichste, was wir haben, ist doch die Sprache.

Theodor FontanePrimärquelle: Unwiederbringlich, 13. Kapitel
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Demut erschrickt vor dem zweierlei Maß. Wer demütig ist, der ist duldsam, weil er weiß, wie sehr er selbst der Duldsamkeit bedarf; wer demütig ist, der sieht die Scheidewände fallen und erblickt den Menschen im Menschen.

Theodor FontanePrimärquelle: Der Stechlin, 29. Kapitel
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Der Eine fragt: was kommt danach? Der Andre fragt nur: ist es recht?

Theodor StormPrimärquelle: Sprüche, in: Gesammelte Schriften, Band 1, 2. Auflage, Westermann, Braunschweig 1872, S. 148
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Der Sperling gleicht dem Menschen, an sich ist er ohne Wert.

Theodor StormPrimärquelle: Eine Halligfahrt, in: Sämtliche Werke in vier Bänden, Band 2, Aufbau, Berlin und Weimar 1967, S. 299
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Halte fest: du hast vom Leben Doch am Ende nur dich selber.

Theodor StormPrimärquelle: Für meine Söhne, in: Dichterstimmen der Gegenwart, hrsg. von Karl Weller, Verlag Heinrich Hübner, Leipzig 1856, S. 461
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Dann rückte er auch den Stuhl zum Tische, nahm eins der aufgeschlagenen Bücher, und vertiefte sich in Studien, an denen er einst die Kraft seiner Jugend geübt hatte.

Theodor StormPrimärquelle: Immensee (Novelle, 1849/1851), Schlusskapitel 'Der Alte'
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Ob wahr oder falsch – was man über Menschen sagt, nimmt in ihrem Leben und oft auch in ihrem Schicksal ebenso viel Raum ein wie das, was sie tun.

Original (fr): “Vrai ou faux, ce qu'on dit des hommes tient souvent autant de place dans leur vie et souvent dans leur destinée que ce qu'ils font. · eigene Übersetzung

Victor HugoPrimärquelle: Les Misérables, Teil I, Buch 1, Kapitel 1 ('M. Myriel')
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Das Denken ist die Arbeit des Verstandes, das Träumen seine Wollust.

Original (fr): “La pensée est le labeur de l'intelligence, la rêverie en est la volupté. · eigene Übersetzung

Victor HugoPrimärquelle: Les Misérables, Teil IV, Buch 2, Kapitel 1 ('Das Feld der Lerche')
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Die Philosophie ist das Mikroskop des Denkens. Alles will ihr entfliehen, doch nichts entgeht ihr.

Original (fr): “La philosophie est le microscope de la pensée. Tout veut la fuir, mais rien ne lui échappe. · eigene Übersetzung

Victor HugoPrimärquelle: Les Misérables, Teil V, Buch 2, Kapitel 2 ('Die alte Geschichte der Kanalisation')
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Ein Heiliger zu sein ist die Ausnahme; ein Gerechter zu sein ist die Regel. Irrt, scheitert, sündigt – aber seid gerecht.

Original (fr): “Être un saint, c'est l'exception ; être un juste, c'est la règle. Errez, défaillez, péchez, mais soyez des justes. · eigene Übersetzung

Victor HugoPrimärquelle: Les Misérables, Teil I, Buch 1, Kapitel 4
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Es ist besser, das Risiko einzugehen, einen Schuldigen zu retten, als einen Unschuldigen zu verurteilen.

Original (fr): “Il vaut mieux hasarder de sauver un coupable que de condamner un innocent. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Zadig ou la Destinée, Kapitel 10 ("Le ministre"), 1747
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Das Bessere ist der Feind des Guten.

Original (fr): “Le mieux est l'ennemi du bien. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: La Bégueule (Verserzählung), Eröffnungsvers, 1772
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Gäbe es Gott nicht, müsste man ihn erfinden.

Original (fr): “Si Dieu n'existait pas, il faudrait l'inventer. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Épître à l'auteur du livre des Trois Imposteurs, 1770
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Der Fanatismus verhält sich zum Aberglauben wie das Fieberdelirium zum Fieber, wie die Tollwut zum Zorn.

Original (fr): “Le fanatisme est à la superstition ce que le transport est à la fièvre, ce que la rage est à la colère. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Dictionnaire philosophique, Artikel "Fanatisme", 1764
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Der Aberglaube verhält sich zur Religion wie die Astrologie zur Astronomie – die sehr törichte Tochter einer sehr weisen Mutter.

Original (fr): “La superstition est à la religion ce que l'astrologie est à l'astronomie, la fille très folle d'une mère très sage. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Traité sur la tolérance, Kapitel XX, 1763
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Meinungen haben auf dieser kleinen Erdkugel mehr Unheil angerichtet als die Pest oder Erdbeben.

Original (fr): “Les opinions ont causé plus de maux sur cette petite boule que les fléaux de peste ou les tremblements de terre. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Brief an Élie Bertrand, 1759
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Wer das Recht hat, dich zum Widersinnigen zu machen, hat auch das Recht, dich zum Ungerechten zu machen.

Original (fr): “Qui est en droit de vous rendre absurde est en droit de vous rendre injuste. · eigene Übersetzung

VoltairePrimärquelle: Questions sur les miracles, 1765
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Das Gute – dieser Satz steht fest – / ist stets das Böse, was man läßt!

Wilhelm BuschPrimärquelle: Die fromme Helene (1872), Schlusswort (18. Kapitel)
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Also lautet ein Beschluss: / Dass der Mensch was lernen muss.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Max und Moritz (1865), Vierter Streich (Einleitung)
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Wenn einer, der mit Mühe kaum / gekrochen ist auf einen Baum, / schon meint, dass er ein Vogel wär, / so irrt sich der.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Hernach (1908), Gedicht 'Der fliegende Frosch'
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Die Schwierigkeit ist immer klein, / man muss nur nicht verhindert sein.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Balduin Bählamm, der verhinderte Dichter (1883), Schluss
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Aber hier, wie überhaupt, / kommt es anders, als man glaubt.

Wilhelm BuschPrimärquelle: Plisch und Plum (1882), Erstes Kapitel
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Sein oder Nichtsein – das ist die Frage: Ob es dem Geiste edler ansteht, die Pfeile und Schleudern des wütenden Schicksals zu erdulden, oder sich gegen ein Meer von Plagen zur Wehr zu setzen und sie im Widerstand zu beenden.

Original (en): “To be, or not to be, that is the question: Whether 'tis nobler in the mind to suffer The slings and arrows of outrageous fortune, Or to take arms against a sea of troubles, And by opposing end them. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt III, Szene 1
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Vor allem dies: Sei dir selbst treu. Dann folgt daraus, so sicher wie die Nacht dem Tag folgt, dass du zu keinem Menschen falsch sein kannst.

Original (en): “This above all: to thine own self be true, And it must follow, as the night the day, Thou canst not then be false to any man. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt I, Szene 3
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Sei weder Schuldner noch Gläubiger; denn wer verleiht, verliert oft beides, das Geld und den Freund, und Borgen stumpft die Klinge des Haushaltens ab.

Original (en): “Neither a borrower nor a lender be; For loan oft loses both itself and friend, And borrowing dulls the edge of husbandry. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt I, Szene 3
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Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, Horatio, als sich eure Philosophie träumen lässt.

Original (en): “There are more things in heaven and earth, Horatio, Than are dreamt of in your philosophy. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt I, Szene 5
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Mag dies auch Wahnsinn sein, es hat doch Methode.

Original (en): “Though this be madness, yet there is method in't. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Hamlet, Akt II, Szene 2
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Das Leben ist nur ein wandelnder Schatten, ein armer Schauspieler, der seine Stunde auf der Bühne stolziert und tobt und danach nie mehr gehört wird: eine Geschichte, erzählt von einem Narren, voller Lärm und Wut, die nichts bedeutet.

Original (en): “Life's but a walking shadow, a poor player That struts and frets his hour upon the stage And then is heard no more: it is a tale Told by an idiot, full of sound and fury, Signifying nothing. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Macbeth, Akt V, Szene 5
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Oh, hütet Euch, mein Fürst, vor der Eifersucht; sie ist das grünäugige Ungeheuer, das mit der Beute spielt, von der es sich nährt.

Original (en): “O, beware, my lord, of jealousy; It is the green-ey'd monster which doth mock The meat it feeds on. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: Othello, Akt III, Szene 3
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Aus nichts wird nichts – sprich noch einmal.

Original (en): “Nothing will come of nothing: speak again. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: King Lear, Akt I, Szene 1
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Wir sind aus dem Stoff, aus dem Träume sind, und unser kurzes Leben ist von einem Schlaf umschlossen.

Original (en): “We are such stuff As dreams are made on, and our little life Is rounded with a sleep. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: The Tempest, Akt IV, Szene 1
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Die Gnade kennt keinen Zwang; sie fällt wie milder Regen vom Himmel auf die Erde darunter: sie segnet zwiefach, den, der sie gibt, und den, der sie empfängt.

Original (en): “The quality of mercy is not strain'd; It droppeth as the gentle rain from heaven Upon the place beneath: it is twice blest; It blesseth him that gives and him that takes. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: The Merchant of Venice, Akt IV, Szene 1
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Nicht alles, was glänzt, ist Gold; das habt ihr gewiss schon oft gehört.

Original (en): “All that glisters is not gold; Often have you heard that told. · eigene Übersetzung

William ShakespearePrimärquelle: The Merchant of Venice, Akt II, Szene 7
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Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Aller Anfang ist schwer.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Ende gut, alles gut.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Eile mit Weile.

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Kleider machen Leute.

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Lügen haben kurze Beine.

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Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Viele Köche verderben den Brei.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Übermut tut selten gut.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

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Alle guten Dinge sind drei.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.

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Hochmut kommt vor dem Fall.

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Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

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In der Kürze liegt die Würze.

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Der Klügere gibt nach.

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Wer die Wahl hat, hat die Qual.

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Wo gehobelt wird, da fallen Späne.

Unbekannt (Volksweisheit)
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Der Ton macht die Musik.

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