Es scheint, dass keiner von uns beiden etwas wahrhaft Schönes und Gutes weiß; aber er glaubt, etwas zu wissen, obwohl er es nicht weiß, ich hingegen – da ich es nicht weiß – glaube es auch nicht zu wissen.
Sokrates
-470–-399 · griechisch
Sokrates (ca. 470–399 v. Chr.), athenischer Philosoph, schrieb selbst nichts. Sein Denken ist primär durch die Dialoge seines Schülers Platon überliefert, ergänzt durch die Schriften Xenophons. Gilt als Begründer der abendländischen Ethik und der sokratischen Methode des Fragens.
11 Zitate
Ein ungeprüftes Leben ist für den Menschen nicht lebenswert.
Nicht aus Geld entsteht Tugend, sondern aus Tugend entsteht Geld und alles andere Gute für die Menschen, im Privaten wie im Öffentlichen.
Den Tod zu fürchten, ihr Männer, ist nichts anderes, als weise zu scheinen, ohne es zu sein; denn es ist ein Vorgeben, etwas zu wissen, das man nicht weiß.
Wo einer sich selbst hingestellt hat in der Überzeugung, es sei das Beste, dort, so scheint mir, muss er bleiben und die Gefahr bestehen, ohne Tod oder irgendetwas anderes höher zu achten als das Schändliche.
Seid guten Mutes dem Tod gegenüber und wisst mit Gewissheit: Einem guten Menschen kann nichts Schlimmes widerfahren, weder im Leben noch im Tod.
Doch nun ist es Zeit zu gehen, für mich, um zu sterben, für euch, um zu leben; welcher von uns beiden aber einer besseren Sache entgegengeht, ist niemandem klar außer Gott.
Man darf also niemandem Unrecht tun, auch nicht Unrecht mit Unrecht vergelten, noch, wenn man Böses erleidet, Böses mit Bösem erwidern.
Die wahren Philosophen üben sich ihr Leben lang im Sterben, und der Tod ist ihnen von allen Menschen am wenigsten furchtbar.
Ich möchte keins von beiden, doch wenn es sein müsste, Unrecht zu tun oder Unrecht zu leiden, so würde ich lieber Unrecht leiden als Unrecht tun.
Die Liebe ist, kurz gesagt, das Verlangen, dass einem das Gute für immer gehöre.