Der Zufall ist die in Schleier gehüllte Notwendigkeit.
Marie von Ebner-Eschenbach
1830–1916 · österreichisch
Österreichische Schriftstellerin und Aphoristikerin, geboren als Gräfin Dubský auf Schloss Zdislawitz in Mähren. Bekannt vor allem durch Erzählungen wie 'Das Gemeindekind' sowie ihre bis heute vielzitierte Aphorismen-Sammlung (1880/1893). 1900 als erste Frau mit der Ehrendoktorwürde der Universität Wien ausgezeichnet.
16 Zitate
Der Schmerz ist der große Lehrer der Menschen. Unter seinem Hauche entfalten sich die Seelen.
In der Jugend lernt, im Alter versteht man.
Es gibt wenig aufrichtige Freunde. Die Nachfrage ist auch gering.
Die Liebe hat nicht nur Rechte, sie hat auch immer recht.
Vertrauen ist Mut, und Treue ist Kraft.
Wer in der Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein todeswürdiges Verbrechen.
Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns den Halt im Leben.
Siege, aber triumphiere nicht.
Sag etwas, das sich von selbst versteht, zum ersten Mal, und Du bist unsterblich.
Natur ist Wahrheit; Kunst ist die höchste Wahrheit.
Auch das kleinste Licht hat sein Atmosphärchen.
Ein Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette.
Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.
Wenn die Nachtigallen aufhören zu schlagen, fangen die Grillen an zu zirpen.
Wir sollen immer verzeihen, dem Reuigen um seinetwillen, dem Reuelosen um unseretwillen.