Du musst dein Leben ändern.
Rainer Maria Rilke
1875–1926 · österreichisch-böhmisch
Rainer Maria Rilke (1875–1926), österreichisch-böhmischer Lyriker, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Moderne. Zentrale Werke: Das Stunden-Buch, Neue Gedichte, Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus, Briefe an einen jungen Dichter.
11 Zitate
Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.
Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.
Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert, drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt.
Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.
Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir, wie der Winter, der eben geht.
Auch zu lieben ist gut: denn Liebe ist schwer. Liebhaben von Mensch zu Mensch: das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist.
Man muss Geduld haben gegen alles Ungelöste im Herzen und versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Was not tut, ist doch nur dieses: Einsamkeit, große innere Einsamkeit.
Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.