Rainer Maria Rilke

18751926 · österreichisch-böhmisch

Rainer Maria Rilke (1875–1926), österreichisch-böhmischer Lyriker, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dichter der Moderne. Zentrale Werke: Das Stunden-Buch, Neue Gedichte, Duineser Elegien, Die Sonette an Orpheus, Briefe an einen jungen Dichter.

11 Zitate

Du musst dein Leben ändern.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Der Neuen Gedichte anderer Teil – Gedicht „Archaïscher Torso Apollos“ (1908)
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Wer spricht von Siegen? Überstehn ist alles.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Requiem für Wolf Graf von Kalckreuth (1908)
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Denn das Schöne ist nichts als des Schrecklichen Anfang, den wir noch grade ertragen, und wir bewundern es so, weil es gelassen verschmäht, uns zu zerstören.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Duineser Elegien, Die Erste Elegie (entstanden 1912, vollendet 1922)
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Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert, drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, Sonett XII (1922)
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Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Das Stunden-Buch – Das Buch vom mönchischen Leben (1899)
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Sei allem Abschied voran, als wäre er hinter dir, wie der Winter, der eben geht.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Die Sonette an Orpheus, Zweiter Teil, Sonett XIII (1922)
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Auch zu lieben ist gut: denn Liebe ist schwer. Liebhaben von Mensch zu Mensch: das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur Vorbereitung ist.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Briefe an einen jungen Dichter, 7. Brief, Rom, 14. Mai 1904
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Man muss Geduld haben gegen alles Ungelöste im Herzen und versuchen, die Fragen selbst liebzuhaben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Briefe an einen jungen Dichter, 4. Brief, Worpswede, 16. Juli 1903
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Was not tut, ist doch nur dieses: Einsamkeit, große innere Einsamkeit.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Briefe an einen jungen Dichter, 6. Brief, Rom, 23. Dezember 1903
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Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß. Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren, und auf den Fluren laß die Winde los.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Gedicht „Herbsttag“, aus: Das Buch der Bilder (1902)
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Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe so müd geworden, daß er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe und hinter tausend Stäben keine Welt.

Rainer Maria RilkePrimärquelle: Gedicht „Der Panther“, aus: Neue Gedichte (1902/1903)
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